Geld verdienen mit Spotify

Das Hören von Musik auf Schallplatten oder CDs ist Schnee von gestern, heute ist „Streaming“ von Songs im Internet angesagt. Spotify ist einer der bekannten Anbieter dafür. Dass man mit Spotify sogar Geld verdienen kann, ist wohl den wenigsten bekannt. Klar, man sollte ein musikalisches Talent besitzen, das reicht aber im Normalfall schon aus. Sein Geld verdienen mit Spotify? In diesem Text wird ausführlich darüber aufgeklärt.

Wie verdient man Geld mit Spotify?

Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach, man muss nur Menschen dazu bringen, sich seine Musik anzuhören. Damit mit Spotify Geld verdient werden kann, muss jeder Song eine Mindestlänge von 30 Sekunden aufweisen und dieser muss genauso lange dann auch angehört werden. So wie bei fast allen Plattformen geht es um Klicks, je mehr Klicks man hat, desto höher steigt man im Ranking auf. Als Künstler kann ausschließlich bei Spotify Premium Geld verdient werden.

Wie viel kann man mit Spotify verdienen?

Mit Spotify lässt sich zwar Geld nebenbei verdienen, aber um den Lebensunterhalt finanzieren zu können, reicht der Verdienst eher nicht aus. Und reich wird man damit schon zweimal nicht.

Je nach Land unterscheidet sich auch die Summe des ausgezahlten „Gehalts“. Im Jahr 2018 wurden in den USA 4 Dollar für 1.000 Streams bezahlt. Eine ziemlich populäre Band hat im Jahr 2013 offengelegt, wie viel sie mit Spotify verdient hat, es waren nur 5.000 Dollar für ca. 1 Million Streams.

Wie viel verdient man jetzt noch auf Spotify und wie viel verdient Spotify dabei?

Die Einnahmen, die man mit Spotify verdient, sind deutlich weniger geworden. Im Jahr 2021 bekam man nur noch 0,00348 Cent für einen Stream, das macht bei 1.000 Streams ein Verdienst von lediglich 3,48 Euro.

Der Umsatz von Spotify selbst ist hingegen kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2021 verzeichnete der Musikstreaming-Dienst einen Umsatz von schlappen 9,67 Milliarden Euro. Um satte 1,8 Milliarden Euro stieg der Umsatz innerhalb eines Jahres.

Wer verdiente bei Spotify bisher am meisten?

Der Rapper Drake brach im Januar 2021 als erster den Rekord von 50 Milliarden Spotify Streams. Nimmt man als Ausgangspunkt den Wert von 0,0035 Euro pro Stream kommt man auf den Verdienst von unglaublichen 175 Millionen Euro brutto. Davon musste er natürlich noch die Steuern abziehen und die Bezahlung des Plattenlabels. Aber bei dieser Summe ist das wohl gut zu verkraften.

Rapper und Spotify

Vor allem in Deutschland gehen die Rapper offen mit dem Thema Spotify Verdienst um. So gab zuletzt der Rapper Farid Bang bekannt, dass er um auf 10.000 Euro zu kommen ungefähr 2,6 Millionen Streams benötigt. Das ist die ungefähre Zahl im Monat, die er vorzuweisen hat. Also bekommt er pro Stream an die 0,0038 Euro. Auch die Rapper Kollegah und RAF Camora haben in der Vergangenheit von ähnlichen Verdiensten bei Spotify gesprochen.

Anleitung zum Geld verdienen mit Spotify

Am einfachsten ist es, seine Songs über einen Dienstleister wie TuneCore oder Feiyr zu veröffentlichen. Zwar kosten diesen Dienste etwas, bieten aber auch uneingeschränkte Möglichkeiten. Wer Geld damit verdienen will, geht am besten wie folgt vor:

  1. Anmeldung bei TuneCore oder Feiyr.
  2. Um mit der jeweiligen Plattform Geld verdienen zu wollen, braucht man keine aufwendige Einrichtung. Die Daten werden einmal angelegt und dann in den ganzen Diensten wie z.B. Spotify übernommen.
  3. Danavch folgt das hochladen der eigenen Tracks bei dem favorisierten Dienst.
  4. Einen Account bei Spotify anlegen und dieser dann mit dem Facebook Account verbinden.
  5. Eine eigene Playlist für Promozwecke wird nun erstellt, wie das vonstattengeht, ist im nachfolgenden Abschnitt beschrieben. Um mehr Aufmerksamkeit für die eigenen Songs zu erhalten, lohnt es sich ein aussagekräftiges Cover mit großem Wiedererkennungswert zu erschaffen.
  6. Songs und Playlists sollten nun mit Freunden und Bekannten geteilt werden.

Vielleicht klingt es zuerst seltsam, dass Spotify man für die Songs noch mal eine Playlist erstellen sollte, aber es macht beim genauen Hinsehen durchaus Sinn. Denn somit haben alle Freunde und Bekannt sofortigen Zugriff auf eine neu erstelle Playlist und alle Songs. Auch können Songs einzeln an Leute aus der Freundesliste verschickt werden, dadurch wird eine viel größere Reichweite gewährleistet.

Wie wird eine Spotify Playlist erstellt?

Eine Sammlung von Liedern, die sogenannte Playlist, sollte erstellt werden, um eigene Tracks bekannter zu machen.

Erstellung der Playlist auf Smartphones und Tablets:

  • Spotify starten
  • „Bibliothek“ anklicken
  • Musik/Playlist anklicken
  • Name für Playlist eingeben
  • Song hinzufügen

Erstellung der Playlist auf Geräten mit Desktop:

  • Spotify starten
  • „Neue Playlist“ anklicken
  • Name für Playlist eingeben
  • wenn gewünscht, Cover erstellen
  • Song hinzufügen

Im Grunde sind die Menüpunkte unkompliziert zu finden. Die Songs und Playlists können in beiden Fällen wieder entfernt, verändert oder verschoben werden.

Hinweise und Tipps

Wenn man mit Spotify Geld verdienen will, muss man der Rechteinhaber der hochgeladenen Musik sein. Wenn man nämlich mit seinem Namen Songs oder Playlists von fremden Künstlern verkauft, macht man sich strafbar.

Durchaus kann es Sinn ergeben, die eigenen Lieder erst einmal Freunden oder Bekannten vorzuspielen. Hat der Song Potenzial, lohnt es sich auch, die Kosten für einen Premium-Dienst zu tragen.

Wie viele Follower jemand hat, spielt erst später eine Rolle. Viel bedeutsamer ist es, dass die Songs tatsächlich auch die geforderten 30 Sekunden angehört werden, wenn Sie in einer Playlist enthalten sind. Deshalb sollte der Songs so gut sein, dass man ihn auch hören will.

Um die eigene Playlist bekannter zu machen, kann man auch bereits angesagte Lieder zur Liste hinzufügen. So erscheinen die eigenen Songs in einem guten Song-Umfeld und man gewinnt leichter neue Follower für die jeweilige Playlist.

Nur mit einer ausreichend großen und reichweitenstarken Playlist schafft man es, neue Songs an eine ausreichender Anzahl an User zu promoten. Wenn die Songs oft in der Playlist gespielt werden, werden sie auf der ganzen Plattform bekannter und können so noch mehr „Plays“ erzielen.

Es gibt auch bezahlte Playlists in die man neue Songs gegen eine direkte oder indirekte Gebühr hinzufügen kann. Entsprechende Angebote schwanken aber stark und es gibt viele unseriöse Angebote.

Spotify verstärkt seine Kontrollen

Derzeit wird Jagd auf auffällige Playlists gemacht und diese, wenn sie auffällig sind, dann entfernt. Diese Jagd hat einen wichtigen Hintergrund: Trickbetrüger schafften es in der Vergangenheit tausende Spotify Premium-Accounts zu erstellen, Playlists zu erstellen und diese dann in Dauerschleife rauf und runterzuspielen. Ein Spotify Mitglied hat dies genauso im Jahr 2017 gemacht und damit mehrere Millionen von Spotify abkassiert. Das ist natürlich nicht erlaubt.

Fazit

Mit Spotify kann ein geringer Nebenverdienst durchaus möglich sein. Ob der Aufwand es am Schluss wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Reich wird man damit wohl eher nicht bzw. nur die wenigstens. Als Hobby und um seinen Freunden und Bekannten mit der eigenen Musik etwas Gutes zu tun, ist es durchaus eine schöne Idee, mit den Publishing-Diensten und den Playlists.

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