Geld parken: Darauf sollte man beim Girokonto achten

von Redaktion am 4. Januar 2019

Das Girokonto zählt wohl mit Abstand zu den wichtigsten Finanzprodukten. Genau deshalb ist es besonders wichtig, dass man sich nicht für das erstbeste Angebot einer Bank entscheidet. Nur dann, wenn man im Vorfeld einen Vergleich der unterschiedlichen Girokonten durchgeführt hat, wird man die Gewissheit haben, sich am Ende für das beste Produkt entschieden zu haben. Doch worauf ist im Zuge des Vergleichs zu achten?

Wie hoch sind die Gebühren?

Zuerst muss einmal berücksichtigt werden, dass es kostenlose wie auch kostenpflichtige Girokonten gibt. Nur wenige Anbieter verzichten auf die sogenannte Kontoführungsgebühr – wenn man auf der Suche nach einem kostenlosen Konto ist, so sollte man sich vorwiegend mit den Online-Banken befassen. Filialbanken verrechnen in der Regel immer eine Kontoführungsgebühr. Selbst Transaktionsgebühren sind keine Seltenheit. Selbst für Standardbankdienstleistungen – so etwa für die Abfrage des aktuellen Kontostands, für die Abbuchung einer Lastschrift oder für die Durchführung einer Überweisung – verlangen Filialbanken oft schon eine Gebühr. Wer sich also mit einem Girokontenvergleich befasst, der sollte in erster Linie darauf achten, dass für Standardbankdienstleistungen gar keine Spesen anfallen. Vorsicht ist auch dann geboten, wenn es um sogenannte Karten- wie auch Abhebegebühren geht. Denn auch wenn in Deutschland die Bankkarte zum Girokonto fast immer kostenlos zur Verfügung gestellt wird, sodass man beim entsprechenden Bankennetzwerk Geld abheben kann, darf man sich dennoch nicht zu 100 Prozent darauf verlassen. Wichtig ist, dass im Vorfeld überprüft wird, dass man zumindest am Automat der Hausbank kostenlos Bargeld abheben kann.

Gibt es kostenlose Girokonten?

Natürlich will man Kosten sparen. Das heißt, man will ein Konto haben, für das keine Kontonutzungs- oder Kontoführungsgebühren bezahlt werden müssen. Ist man auf der Suche nach einem kostenlosen Girokonto, so sollte man – wie schon erwähnt – vorwiegend ein Auge auf die Angebote der der Online-Banken werfen. Doch auch wenn ein kostenloses Girokonto beworben wird, so heißt das noch lange nicht, dass keine Gebühren anfallen. Mitunter muss der Inhaber diverse Voraussetzungen erfüllen, damit das Konto auch kostenlos bleibt.

So wird von Seiten der Bank oft ein monatlicher Mindesteingang vorgeschrieben, der sich zwischen 1.000 Euro und 1.250 Euro (in seltenen Fällen noch höher) bewegt. Entscheidet man sich für ein derartiges Girokonto, so ist immer zu klären, wie hoch die Gebühren anfallen, wenn man die Voraussetzungen nicht erfüllt. Gibt es diese Klausel des monatlichen Mindesteingangs nicht, so spielt diese Frage jedoch keine Rolle.

Wie sieht das Service-Angebot aus?

Führt man einen Vergleich der unterschiedlichen Girokonten durch, so sollte man sich aber nicht nur auf den Preis konzentrieren. Das Service-Angebot der Bank ist genauso zu berücksichtigen – werden die persönlichen Bedürfnisse überhaupt erfüllt? Benötigt man keine persönliche Beratung und kann auf eine Filiale verzichten, so ist eine Online-Bank eine durchaus empfehlenswerte Alternative. Wer hingegen einen fixen Bankberater haben möchte, der zu jeder Zeit kontaktiert werden kann, der sollte sich vorwiegend mit den Angeboten der Filialbanken auseinandersetzen.

Ein weiterer Punkt: Erfahrungsberichte. Im Internet gibt es, etwa auf https://www.aktiendepot.com/, immer wieder Erfahrungen von Kunden wie Testberichte, die bei der Frage, für welchen Anbieter man sich entscheiden soll, ebenfalls helfen können.

Werden zusätzliche Produkte angeboten?

Ein weiterer Punkt, der nicht außer Acht gelassen werden darf, ist die Frage, ob zudem noch weitere Produkte angeboten werden? Gibt es etwa eine Kreditkarte zum Girokonto? Wer gerne verreist oder auch in Online-Shops einkauft, der wird mitunter sogar eine Kreditkarte brauchen. Hier stellt sich vorweg die Frage, ob die Kreditkarte kostenlos mit dem Girokonto zur Verfügung gestellt wird – auch hier sollte im Vorfeld geklärt werden, ob etwaige Bedingungen von Seiten des Kunden (jährlicher Mindestumsatz) erfüllt werden müssen. Wer keine Kreditkarte benötigt, der sollte sich auch gar nicht erst mit derartigen Angeboten – also einem Girokonto inklusive Kreditkarte – befassen.

Wie hoch ist der Zinssatz?

Ein weiterer Punkt, der nicht außer Acht gelassen werden darf, ist der Dispositionskredit. Wer weiß, dass er hin und wieder einen Dispokredit braucht, der sollte schon im Zuge des Vergleichs die aktuell angebotenen Zinssätze berücksichtigen. In der Regel sind die Kosten zweistellig – das heißt, die Zinssätze bewegen sich zwischen 10 Prozent und 16 Prozent. Der Dispokredit sollte nur eine Überbrückung darstellen – ein Ratenkredit ist, sofern man eine höhere Finanzierung mit einer längeren Laufzeit braucht, die eindeutig bessere Wahl.

Guthabenverzinsung spielt keine Rolle

Doch es geht nicht nur um den Zinssatz für den Dispokredit – natürlich stellt sich der Kontoinhaber auch die Frage, wie es um das Guthaben bestellt ist. An dieser Stelle muss jedoch fairerweise erwähnt werden, dass die Guthabenverzinsung keine wesentliche Rolle spielen sollte – wer sein Geld gewinnbringend parken möchte, der sollte sich für ein Tages- oder Festgeldkonto entscheiden. Auch wenn es bei derartigen Produkten ebenfalls keine attraktiven Zinssätze mehr gibt, so sind diese doch wesentlich höher als bei einem Girokonto.

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