Eigenheimfinanzierung: Was bei Hypothekarzinsen zu beachten ist?

von Redaktion am 20. November 2015

EigenheimfinanzierungEin eigenes Haus oder eine eigene Wohnung ist der Traum vieler Schweizer. Meist führt der Weg zur eigenen Immobilie über die Aufnahme einer Hypothek. Zwar sind die Hypothekarzinsen immer noch relativ niedrig, doch mit der Wahl des richtigen Hypothekarmodells lassen sich Beträge von mehreren Tausend Franken pro Jahr sparen.

Die historische Niedrigzinsphase macht die Finanzierung der eigenen Immobilie erschwinglicher als je zuvor. Doch trotz niedriger Marktzinsen ist ein Eigenheim nicht immer und überall günstig. In manchen Schweizer Regionen wie in der Romandie und im Bündnerland liegen die Hypothekenzinsen höher als in anderen. Höhere Zinsen spiegeln zum Beispiel Aufschläge für bestimmte Risiken wider. Auch die lokale Konkurrenzsituation zwischen den Kreditinstituten ist ausschlaggebend.

Das richtige Hypothekarmodell finden

Die Höhe der Hypozinsen hängt von mehreren Faktoren ab, darunter der Immobilienpreis, die Höhe des Eigenanteils, das monatliche Einkommen und das gewählte individuelle Finanzierungsmodell. Die Hypothekarzinsen stellen neben dem eigentlichen Immobilienpreis den grössten Kostenfaktor dar und können sich von Bank zu Bank unterscheiden. Da bereits eine geringe Differenz in der Zinshöhe einen Unterschied von mehreren Tausend Franken im Jahr ausmachen kann, sollten Immobilienkäufer sich über die einzelnen Finanzierungsmodelle unabhängig beraten lassen und die Angebote für Hypothekarzinsen gründlich vergleichen. Plattformen wie moneypark.ch sind dafür gute Anlaufstellen.

Unterschieden wird zwischen drei Hypothekararten, die entweder fest oder variabel sind:

  • Festhypothek: Dabei handelt es sich um das am weitesten verbreitete Hypothekarmodell, bei dem ein fester Zinssatz auf eine bestimmte Laufzeit im Voraus vereinbart wird. Meist beträgt die Laufzeit fünf Jahre. Bei einem besonders günstigen Zins lohnt sich eine längere Laufzeit der Festhypothek. Der Vorteil einer Festhypothek liegt in ihrer Berechenbarkeit. Die Kosten lassen sich im Voraus planen und überblicken. Steigen die Zinsen, sind Hypothekarnehmer von einer Zinsanpassung nicht betroffen. Der Zinssatz bleibt aber auch dann fixiert, wenn es zu einer Zinssenkung kommen sollte.
  • Variable Hypothek: Die Zinsen dieses flexiblen Hypothekarmodells werden ohne feste Laufzeit vereinbart. Der Vorteil beseht darint, dass die Hypothekarnehmer ihre Bankenverträge besonders individuell gestalten und meist auch schnell kündigen können. Bei niedrigen Marktzinsen kann die variable Hypothek aber teuer sein.
  • Libor-Hypothek: Dabei passt sich der Zinssatz in bestimmten Zeitabständen dem allgemeinen Marktzins an und ist besonders in einer langandauernden Niedrigzinsphase lohnenswert. Trotzdem besteht immer das Risiko eines Zinsanstiegs.

Umschulden kann sich lohnen

Wer eine Immobilie zu schlechten Kreditkonditionen gekauft, aber noch nicht abbezahlt hat, sollte die niedrigen Zinsen zur Anschlussfinanzierung nutzen und zu günstigen Bedingungen umschulden. Die Akte zur Immobilienfinanzierung noch einmal hervorzuholen und die Konditionen zu prüfen kann sich für Altkunden von Banken durchaus lohnen. Nach zehn Jahren Kreditlaufzeit tritt das gesetzlich verankerte Sonderkündigungsrecht ein. Wer dann immer noch eine gute Kreditwürdigkeit aufweisen kann, profitiert von niedrigen Zinsen beim Abschluss eines neuen Vertrags zur Anschlussfinanzierung.

Bildquelle: 401(K) 2012 / Flickr (CC BY-SA 2.0)

Share Button

Previous post:

Next post: